Prix Recherche
Der Prix Galien International gilt als Nobelpreis der Pharmazie und wird alle zwei Jahre in einem anderen Land vergeben. In diesem Jahr wird der Preis von der Ärzte Zeitung im Rahmen einer festlichen Gala am 30. Oktober 2008 im Hotel Adlon Kempinski Berlin verliehen. Seine Geschichte geht auf den berühmten Arzt der Antike Galenus zurück: Sein Bemühen, Medizin auf eine breite
wissenschaftliche Basis zu stellen, inspiriert noch heute zahlreiche Forscher.
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Der Preis an sich wurde 1970 vom französischen Pharmazeuten und Medizinjournalisten Roland Mehl ins Leben gerufen. Durch die gelungene Mischung aus antiker
Tradition und wissenschaftlicher Moderne hat sich der Prix Galien International in den vergangenen vier Jahrzehnten als feierliches Highlight der Pharmabranche
und der medizinischen Forschung etabliert.
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Gardasil® gewinnt den Prix Galien International
Die Entscheidung der Jury fiel am Ende einstimmig: Der Impfstoff Gardasil® ist Gewinner des 10. Internationalen Prix Galien 2008. Bei der Preisverleihung in Berlin lobte Kardiologe Professor Erland Erdmann den innovativen Ansatz des präventiven Präparates mit seiner positiven Wirkung auf die Volksgesundheit.
Nachdem Professor Harald zur Hausen den Medizin-Nobelpreis 2008 für die Entdeckung gewonnen hat, dass Gebärmutter-
halskrebs durch Viren ausgelöst wird, ist nun der nach der Entdeckung entwickelte Impfstoff gegen
den Krebs mit dem renommierten Internationalen Prix Galien 2008 ausgezeichnet worden.
Preisträger ist der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs Gardasil® von Sanofi Pasteur MSD. Die Entscheidung hat die unabhängige internationale Jury unter dem Vorsitz des Kardiologen Professor
Erland Erdmann von der Universität Köln kurz vor der Preisverleihung unter neun innovativen Präparaten, die als Kandidaten nominiert waren, in Berlin getroffen.
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Die Injektionssuspension des Impfstoffs besteht aus gereinigten L1-Proteinen für vier Typen des humanen Papillomvirus: Typ 6, Typ 11, Typ 16 und Typ 18. Der Impfstoff beugt Zervix-Dysplasien und externen Genitalläsionen vor, die mit den HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 in Zusammenhang stehen.
Die vier Zulassungsstudien haben ergeben, dass keine der Frauen, die noch nie eine Infektion mit diesen HPV-Typen hatten, hochgradige dysplastische Zervixläsionen aufgrund von HPV Typ 16 oder Typ 18 entwickelte, wenn sie die vollständige Impfreihe erhalten hatten. In der Studie wurden 8487 Frauen geimpft. Von den 8460 mit Placebo geimpften Frauen entwickelten dagegen 53 derartige Zervixläsionen, die als Vorstufe des Zervix-Karzinoms gelten.
Der Gewinner des erstmals 1991 verliehenen internationalen Prix Galien wurde bei der Feier zur Preisverleihung mit vielen prominenten Gästen in Berlin mit einer Medaille und einer Urkunde geehrt. Die "Ärzte Zeitung" hatte eigens zu diesem Anlass direkt nach der Entscheidung der Jury am Nachmittag eine Extra-Ausgabe mit der Bekanntgabe des Gewinners produziert, in Kassel gedruckt und bei der Veranstaltung in Berlin am Abend ausgeliefert.
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Bekanntgabe der Entscheidung der Jury zugunsten des Krebsimpfstoffs Gardasil: Vertreter des Gewinners von Sanofi Pasteur MSD und der Stifter des Preises auf der Bühne. Foto: sbra, Schulten
We recognize the importance of the Prix Galien in promoting drug research, and we salute the excellent work of the Jury.


